
(English below)
Junius – Sotera
10 Jahre nach dem letzten Album ist endlich wieder neue Musik von Junius da.
Ich erinnere mich noch gut an ihr Konzert im mittlerweile abgerissenen Kölner Underground Club. Eine dieser Shows, die hängen bleiben. Für mich waren sie immer eine große Nummer – und irgendwann war ich sogar überzeugt, dass sich die Band aufgelöst hat.
Umso größer die Überraschung, als klar wurde: Sie arbeiten wieder an neuem Material und haben jetzt mit Sotera einen neuen Longplayer veröffentlicht.
Vieles ist geblieben: diese bittersüße Melancholie, die dichten Synth-Flächen und die Vocals, die zwischen Zerbrechlichkeit und Erhabenheit pendeln und die Brücke zwischen Indie Rock und extremem, künstlerischem Metal schlagen.
Aber man hört auch die Zeit: Die Produktion ist kristallklar, extrem druckvoll, und die Gitarren klingen deutlich aggressiver, fast „böser“ als früher.
Ein starkes Comeback. Und gleichzeitig fühlt es sich an, als wäre nie wirklich Pause gewesen.
10 years after their last album, new music from Junius is finally here.
I still vividly remember their show at the now-demolished Underground Club in Cologne. One of those gigs that stays with you. They were always a huge band for me, and at some point I was honestly convinced they had broken up.
So it was even more surprising to learn they had been working on new material and have now released their new full-length, Sotera.
A lot of what made them special is still there: that bittersweet melancholy, the dense synth layers, and those vocals that sit between fragility and grandeur, bridging indie rock and experimental extreme metal.
But you can also hear the passing of time: the production is crystal clear, incredibly powerful, and the guitars feel noticeably more aggressive—almost „meaner“ than before.
A strong return. And somehow it feels like they never really left.
